Berufliche Orientierung? – Puh, frag nicht!

Ein Flyer, in dem folgender Text steht: Planlos im Studium? Lost in der Berufswahl? Albtraum Entscheidung?

Geht es dir auch so, du stehst vor einer beruflichen Ausrichtung oder konkreten Jobentscheidung und weißt überhaupt nicht, wofür du dich entscheiden sollst?

Du warst auf Jobmessen, hast zig Mal einen Tag der offenen Tür von Unis, Ausbildungsbetrieben, Firmen besucht. Du tummelst dich auf Berufsplattformen, tauschst dich mit Gleichgesinnten aus und hast schon ein paar Praktika gemacht – und trotzdem weißt du immer noch nicht, was du willst? Im Gegenteil, es wird immer schwieriger, je mehr du dich damit beschäftigst?

Du bist fast fertig mit Ausbildung oder Studium und hast Fragebögen ausgefüllt, an Assessment Centern teilgenommen, kennst theoretisch deine Skills und Schwächen – aber fühlst es einfach nicht?

War das alles umsonst?

Auf keinen Fall! Du brauchst diese Informationen, auch wenn es dir momentan noch schwer fällt, sie zu einem für dich sinnvollen Gesamtbild zusammenzufügen. Das Kreative Schreiben greift auf diese Infos zurück und du beschäftigst dich schreibend auf kreative Weise damit, um einen neuen Blickwinkel darauf zu bekommen.

Was kannst du tun, um in dieser Frage endlich weiterzukommen?

Zugegeben, die berufliche Orientierung ist eine der schwersten Phasen im Leben und die eine Lösung gibt es nicht. Ich habe sie natürlich auch nicht. Aber was ich habe, ist dir eine Möglichkeit aufzuzeigen, über einen kreativen, emotionalen Zugang zu dir selbst zu kommen. Zu dem, was dich ausmacht, wofür dein Herz schlägt, obwohl es vielleicht etwas ist, das jenseits des berühmten Tellerrandes liegt, über den wir ja im Alltagsstress viel zu selten hinwegblicken. Genau dorthin schauen wir in dem Workshop aber und spielen mit der Überlegung herum, wie das alles zusammenzubringen ist.

Was wird denn genau in dem Workshop gemacht?

Ich habe ein Modul entwickelt, das auf Übungen aus dem Kreativen Schreiben aufbaut. Mein Ansatz bezieht sich auf Erkenntnisse der Neurowissenschaften, Kognitionswissenschaften, Psychologie und Poesietherapie. Du baust in dem Workshop keine Luftschlösser, damit du dich besser fühlst, sondern ich unterstütze dich dabei, vernünftige Karriereentwicklungsmodelle in den kreativen Prozess mit einzubeziehen. Alles, was du an Vorarbeit mit den Messen und Info-Plattformen usw. geleistet hast, wird als Grundlage gebraucht. Wir ändern lediglich den Blick auf deine Erkenntnisse.  Kern des Workshops ist die kreative Auseinandersetzung mit deinen Skills, Wünschen und Bedürfnissen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auseinandersetzung mit diesen Themen in der Gruppe. Neue Perspektiven entstehen durch, nun ja, neue Perspektiven 😉 Wir spielen mit bisher ungedachten Gedanken und erfinden unsere eigenen Berufe. Im Prozess des Kreativen Schreibens werden dadurch Gedankengänge angeregt und vielleicht ein neuer Weg offengelegt.

Was ist denn Kreatives Schreiben genau?

Kurz gesagt, ist es die schreibende Auseinandersetzung mit Themen, die aufgrund bestimmter Kreativitätstechniken auf besondere Art und Weise zum Ausdruck kommt. Es wird dabei versucht, die kritische innere Stimme, die ständig alles wertet und kommentiert, was wir tun, zum Schweigen zu bringen, um den sogenannten Stream of Consciousness zu Wort kommen zu lassen. In Abgrenzung zur Literaturwissenschaft nutze ich die Deutung aus der Kognitionswissenschaft. Die Beschäftigung mit diesem Bewusstseinsstrom führt die Schreibenden manchmal zu Erkenntnissen, die sie scheinbar bislang nicht gehabt haben, obwohl sie im Unterbewussten längst vorhanden sind. Kreativitätstechniken können manchmal diese Erkenntnisse sichtbar machen, also „gewusst“ werden lassen. Weitere Infos dazu findest du hier.

Und wenn du keine neuen Erkenntnisse dadurch gewinnst?

Der Workshop wirkt nach. Du hast durch das Schreiben einen kreativen Keim gesät, der in den Folgewochen meist weiter seine Arbeit tut und im Unbewussten nach Ideen sucht, die vielleicht als plötzlicher Einfall unter der Dusche auftauchen. Und falls selbst das nicht funktionieren sollte, hattest du einen schönen Sonntagnachmittag mit netten Leuten, die auch gerne schreiben. 😉

Warum ist der Workshop kostenlos?

Im Winter beginne ich, ein Sachbuch/ Ratgeber zum Thema, wie man Kreativität für die berufliche Orientierung nutzen kann, zu schreiben. Das Modul, das im Workshop zum Einsatz kommt, erhält in dem Buch einen besonderen Stellenwert. Deshalb teste ich den Workshop in verschiedenen Umgebungen aus, um eine möglichst große Bandbreite an Meinungen dazu zu erhalten. Ich werde am Ende des Workshops eine kleine Umfrage machen, an der du dich gerne beteiligen kannst. So kann ich die Qualität meiner Arbeit stetig verbessern.

Wann und wo findet der Workshop statt?

Am Sonntag, den 9.6.24 von 12 bis 16 Uhr im Rudolf 5 in der Oststadt in Karlsruhe

Adresse:

Rudolf 5 Initiative

Rudolfstraße 5, Hinterhof

76131 Karlsruhe

Lass dich auf das kostenlose kreative Abenteuer ein und melde dich formlos via Email hier an:

autorin(at)chris-roth.de

Da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist, behalte ich mir vor, bei zu vielen Anmeldungen die Liste zu schließen. Die Anmeldung ist nur gültig, wenn ich sie per Email bestätigt habe.

Kreativität gezielt nutzen

Was ist Kreativität?

Kreativität ist die Fähigkeit, Elemente aus vorhandenem Wissen, Erfahrung, Sozialisierung und all das was uns ausmacht, miteinander zu verknüpfen und daraus Neues entstehen zu lassen. Es ist ein assoziativer Prozess, der individuell ausgeprägt ist. Leider zählen wir nicht alle von Anfang an zu den kreativen Köpfen.

Ist Kreativität erlernbar?

Zwei gute Nachrichten:

  • Kreativ sind wir alle, nur in unterschiedlichen Ausprägungen
  • Kreativität ist trainierbar!

Die Fähigkeit, assoziativ zu denken und sich das nutzbar zu machen, kann ausgebaut werden. Das wird durch bestimmte Trainingsmodule und Übungen erreicht.

Büro mit bunten Kärtchen auf einem Holztisch, die Hälfte eines Computermonitors, Whiteboard als Pinwannd, Stifte und Bücher in einem Servierwagen. Die Atmosphäre ist aufgeräumt und kreativ gleichzeitig.

Mein Seminar „Kreatives Schreiben. Neue Denkpfade spielerisch erkunden, ein Tor zur eigenen Kreativität öffnen“ am ZAK am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bietet genau das: Durch Kreativitätsübungen wird das assoziative Denken geschärft. Es wird sich sozusagen in die eigene Kreativität „hineingeschrieben“.

Die sieben Seminarsitzungen bieten die Eckpfeiler zwischen denen sich die Kreativität entfalten kann. Wir nutzen das gesamte Semester, um immer wieder zur Kreativität zurückzukommen und allein die wiederkehrende Beschäftigung mit dem assoziativen Denken, setzt bereits einen kreativen Prozess in Gang.

Brauchen wir Kreativität am Arbeitsplatz?

Unbedingt! Überall wird das Wort Kreativität eingesetzt, sowohl im schöpferischen Sinn als auch im Geschäftskontext. Es hat das vormals inflationär eingesetzte Wort Innovation ersetzt. Im Grunde ist damit aber oft das Gleiche gemeint: Firmen wünschen sich neue Ideen, die ihnen Wachstum garantieren oder zumindest, sich am Markt weiterhin behaupten zu können. Sie lassen ihre Mitarbeitenden Kreativitätsseminare absolvieren, um neue Produkte zu erfinden oder Probleme zu lösen, die den Umsatz zu gefährden drohen.

Große Dampfmaschine im Technikmuseum Sinzheim und Speyer. Sinnbild kreativer Ingenieursarbeit.
Dampfmaschine – Kreative Ingenieursarbeit

Wer also in der Lage ist, kreativ zu denken, hat einen klaren Vorteil. Gerade durch auf Logik aufgebaute Studieninhalte führen zur Schärfung des kognitiven Denkens, also des analytischen Verstandes und oft vergessen wir dabei, dass wir durch Logik nur begrenzt weiterkommen.

Warum begrenzt uns rein logisches Denken?

Weil sich Logik immer am „Gewussten“ aufbaut. An Wahrscheinlichkeit, die auf Informationen basiert. Logik ist folgerichtiges Denken. Sie kommt aber nicht über diese natürliche Einschränkung hinaus: Neues kann nicht aus Altem entstehen ohne Querverbindungen zu nutzen. Verbindungen zwischen Elementen in unserem „Unbewussten“ zu knüpfen, die nichts miteinander zu tun haben, sieht das logische Denken nicht vor.

Kombiniert mit der Fähigkeit, assoziativ zu denken, können wir diese Grenzen weiter ausdehnen, manchmal auch auflösen – und das ist der Moment, in dem sich Genialität zeigt.

Und die brauchen wir dringend in Anbetracht der Herausforderungen, die noch vor uns liegen.

Hochwasserflut, aus der ein Mast mit zwei Schildern herausragt. Es ist ein blaues Schild für Fußgänger und ein blaues für Radfahrer.

Fazit

Wir können Kreativität also erlernen, ausbauen und gezielt mit bestimmten Techniken einsetzen. Die gängigsten Techniken sind dabei:

  • Brainstorming und Brainwriting
  • Flipflop-Technik
  • Sortierungstechniken wie die Mindmap
  • Écriture Automatique oder freies Schreiben
  • Sinnesstimulierende Techniken
  • u.v.a.

Auf die Techniken werde ich an anderer Stelle nochmal eingehen.

Lehre

Sommersemester 2024 – Seminar „Kreatives Schreiben“ am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) des KIT bis zum 19.7.2024

Unregelmäßige Veranstaltungsterminierung:

  • 26.4.
  • 3.5.
  • 17.5.
  • 7.6.
  • 21.6.
  • 5.7.
  • 19.7.

Lehre

Wintersemester 23/24 – Seminar „Kreatives Schreiben“ am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) des KIT bis zum 9.2.2024

Lehre

Wintersemester 21/22 – Seminar „Kreatives Schreiben“ am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) des KIT bis zum 4.2.2022

Lesung

Am 27.8. lese ich als Lesepatin für Kinder auf dem „kleine Lesefest“ in Gaggenau. Um 16.30 Uhr im Murgpark.

Leider sind wegen der Pandemie viele Kurse und Lesungen ausgefallen